Gemeindebrief Tutorial: Spalteneinteilung

Spalten verbessern die Lesbarkeit und dienen als Gestaltungsraster für Ihren Gemeindebrief

Überlange Textzeilen mit mehr als 60 Anschlägen (Leerzeichen werden hier mitgezählt) sind schlecht lesbar. Um sowohl die Lesbarkeit als auch das optische Gestaltungsbild einer Seite zu verbessern, sollten Sie den Satzspiegel Ihres Gemeindebriefes in Spalten aufteilen. Der Satzspiegel ist der Bereich, in dem der Text auf einer Seite erscheint. Dazu gehören auch die Fußnoten, die Seitenzahl, Randbemerkungen und Kopfzeilen.

Layoutprogramme bieten bei der Erstellung eines Seitenrasters optimale Hilfestellung. Die Aufteilung der Seiten in Spalten und die Festlegung der Seitenränder mit Fußsteg, Außensteg, Kopfsteg und Innensteg wird bereits bei der Neuanlage eines Dokuments festgelegt.

Bei der Wahl der geeigneten Spaltenbreite sollte berücksichtigt werden, daß nicht viel weniger als vierzig und nicht viel mehr als sechzig Zeichen in einer Zeile stehen. Die Laufweite und die Größe der Grundschrift spielen bei der Entscheidung für die richtige Spaltenbreite eine wichtige Rolle. Bei einer kleineren Schrift mit enger Laufweite sollte sie Spaltenbreite verringert werden und umgekehrt.

Spaltenabstände sollten Textspalten von einander abgrenzen, jedoch nicht soweit daß sie optisch auseinanderfallen. Als Orientierungshilfe für den Abstand zwischen den Spalten können Sie die Breite des Buchstabenpaares "mi" aus der verwendeten Grundschrift verwenden.

Bei einzelnen Seiten können die Randabstände für den Kopf-, Innen- und Außensteg in etwa gleich und der Randabstand für den Fußsteg etwas größer sein. Bei Doppelseiten wird der Innensteg zumeist etwas kleiner als der Außensteg gewählt, damit die beidseitigen Satzspiegel optisch nicht auseinanderdriften.

Je mehr Spalten ein Satzspiegel hat, desto weniger Text kann er aufnehmen, jedoch gibt es mehr Variationen in der Text und Bildanordnung.

 

6spaltigB

 

Einspaltiger Satzspiegel

...ist am besten für textlastige Publikationen geeignet. Bilder werden meist der Breite des Satzspiegels angepasst. Der Gestaltugsfreiraum ist relativ eingeschränkt.

Zweispaltiger Satzspiegel

...bietet sich an wenn Text in der ersten Spalte, Bilder oder z.B. Infoboxen in der zweiten Spalte erscheinen sollen.

Dreispaltiger Satzspiegel

...findet häufig in Broschüren und Anzeigen Verwendung. Diese Spalten kann leicht zu etwas konservativen und traditionellen Ergebnissen führen, wenn man sich zu stark von der Symmetrie beeinflussen läßt.

Vierspaltiger Satzspiegel

... läßt bereits eine sehr flexible Anordung von Texten und Bildern zu. Zeitschriften und andere großformatige Publikationen sind häufig in vier- und mehrspaltigem Layout gestaltet.

Mehr als vier Spalten

... bieten die Möglichkeit sehr ausgefallene und eigenwillige Layouts zu entwickeln.